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Eine Analyse der IWW Bremen

gleiche arbeit
Zum 31.12.2016 sind die Tarife für die Leiharbeit durch die Tarifgemeinschaft der DGB Gewerkschaften gekündigt. Die DGB Einzelgewerkschaften wie ver.di und IG Metall wollen angeblich ihre Mitglieder befragen, mit welchen Lohnerhöhungsforderungen verhandelt werden soll. Die Tarifgemeinschaft der acht DGB Gewerkschaften ist gewillt einen Lohntarif zu verhandeln und abzuschließen.
Für kräftige Lohnerhöhungen, die fast allen Leiharbeiter*innen zu Gute kämen, bräuchte es jedoch in der Leiharbeitsbranche keine Tarifverhandlungen und auch keine speziellen Tarifverträge.
Gibt es keinen Tarifvertrag speziell für Leiharbeiter*innen müssten die gesetzlichen Regelungen gelten. Und die heißen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Es ergibt sich die Chance, dem Niedriglohn in der Leiharbeit ein Ende zu setzen. Ca. 1 000 000 Leiharbeiter*innen müssten deutlich mehr Lohn bekommen. Für die meisten kämen dann die deutlich höheren Tarifverträge in den Entleihbetrieben zur Geltung. Schaut den fest angestellten Kolleg*innen auf den Lohnzettel – und schnell ist klar: Diese Lohnerhöhung wäre möglich, wenn die DGB Gewerkschaften alle bestehenden Tarifverträge für die Leiharbeit kündigen würden.

Weiterlesen: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Kräftige Lohnerhöhungen für LeiharbeiterInnen möglich

Eine Veranstaltung der IWW Hamburg
→ English follows German:
BenFletcher1
Peter Cole wird über sein Buch „Wobblies on the Waterfront: Philadelphia's forgotten interracial labor union“ (=„Wobblies im Hafen: Philadelphias vergessene multiethnische Gewerkschaft“). Im frühen 20. Jahrhundert waren ArbeiterInnen teil der Industrial Workers of the World – zu einer Zeit als er einer derwichtigsten Häfen der USA war. Die IWW, auch Wobblies genannt, fühlten sich revolutionärer Veränderung verpflichtet und organisierten ArbeiterInnen unabhängig von „Rasse“, Religion oder Nationalität und wurden eine der am meisten multinational zusammengesetzten Gewerkschaften im Amerika vor dem ersten Weltkrieg.

Der Historiker Peter Cole ist Professor an der Western Illinois University in Chicago, USA. Der Referent wird Englisch sprechen, aber eine Übersetzung auf Deutsch wird organisiert.

Weiterlesen: Radikale Basisgewerkschaft im Hafen: Die Industrial Workers of the World in Philadelphia

Eine Analyse der IWW Bremendgb zeitarbeit
Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, AÜG, in dem die Leiharbeit grundsätzlich geregelt ist, soll verändert werden und zum Jahresende laufen die Tarifverträge des DGB für die Leiharbeit aus. Doch nach Verbesserungen sieht es bisher nicht aus – im Gegenteil.

Hintergrund: Mehrere Millionen Menschen treten jedes Jahr einen Job bei einer Leiharbeitsfirma an. 50 Prozent fliegen innerhalb der sechsmonatigen Probezeit wieder raus. Ein Drittel ist schon nach maximal 3 Monaten wieder arbeitslos oder nach kurzem Hartz IV-Bezug in einer neuen Leiharbeitsbude angestellt. Lediglich 30 Prozent erreichen 9 Monate Beschäftigung am selben Einsatzort.

Die Löhne sind niedrig und reichen in den meisten Fällen nicht aus, um die Hartz IV-Bezugsschwellen zu überschreiten. Im Westen Deutschlands liegt der Grundlohn bei 9 Euro Brutto pro Stunde und in den neuen Bundesländern bei 8,50 Euro. In den beiden untersten Lohngruppen von 9 und 9,61 Euro sind mehr als zwei Drittel aller Leiharbeiter*innen eingruppiert. Nur die wenigsten, die längerfristig in der Metall,- oder Chemieindustrie arbeiten, erhalten sogenannte Branchenzuschläge, aber auch diese erreichen nicht den gleichen Lohn für gleiche Arbeit im Verhältnis zu den fest angestellten Kolleg*innen der Industrie.
union workers graphic
Als weltweite Basisgewerkschaft versucht die IWW Kampferfahrungen und Widerstand weltweit zu organisieren und zu vernetzen. Inwiefern das in der Praxis gelingt und erfolgreiche Gewerkschaftsarbeit im deutschsprachigen Raum möglich macht, darüber berichtet ein Kollege der IWW Frankfurt am Main.

Radiointerview zum Nachhören, via Radio Dreyeckland:
https://rdl.de/beitrag/hausmeister-callcenter-besch-ftigte-und-kabelverlgerinnenn-einer-gewerkschaft-die-industrial

Hinweis:

Die Meinung des Autoren entspricht nicht notwendigerweise der Meinung aller IWW Mitglieder.
seasolGemeinsame Publikation von »Zweiter Mai« und »IWW Frankfurt am Main«
In den nächsten Jahren können wir uns sicher sein, dass wir es mit einer Vielzahl an neuen – oder wieder verstärkten Konfliktlinien zu tun haben werden. Im Zuge der aktuellen Flüchtlingsströme wird sich zeigen, ob wir als (radikale) Linke auf die Neuzusammensetzung der bundesrepublikanischen und europäischen Bevölkerung mit einer Verbindung der Kämpfe und Erfahrungshintergründe reagieren können.

Die Ideen des hier vorgestellten Netzwerks können uns helfen, Kämpfe in den Betrieben, den Unterkünften und Mietshäusern, auf dem Jobcenter, in der unbezahlten Sorgearbeit u. v. m. entlang der Linien von Klassenverhältnissen, Sexismus und Rassismus zu führen und die Spaltungen zurückzudrängen. Mit dem Verweis auf angebliche „Integration“ wird von Regierungs- und Kapitalseite weiter versucht werden die Löhne zu senken und der Druck auf die Belegschaften weiter zu steigern. Menschen werden Wohnungen und Unterkünfte zugeteilt - dagegen entstehen rassistische Mobilisierungen. Tägliche sexualisierte Gewalt gegen Frauen wird nur dann kritisiert, wenn angeblich oder tatsächlich, männliche, nicht-weiße Geflüchtete oder Migranten die Täter sind. Die Reaktion von bürgerlicher und rechter Seite ist in der Regel der rassistische „Kampf der Kulturen“.

Weiterlesen: Solidarische Netzwerke – Ein Leitfaden

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